Flankenbatterie der Festung Rastatt gesichert

Metalltor an alter Stelle wieder postiert

Metalltor an alter Stelle wieder postiert

Rastatt(rw). Im Oktober 1992 schien das Ende eines Bauwerks der ehemaligenBundes- und Reichsfestung Rastatt am Ende des Panoramawegs gekommen zu sein. Ein Betrieb zeigte Interesse an den behauenen Buntsandsteinen der titulierten Flankenbatterie und ein Bagger setzte zum Abbruch an. Mitglieder des Historischen Vereins in Einklang mit der Stadt Rastatt und dem Denkmalamt setzen der Aktion ein Ende.

Dessen damaliger Leiter Karl-Friedrich Ohr bezeichnete den gestoppten Abriss als ein „Akt der kulturgeschichtlichen Barbarei“. Inzwischen weiß man durch die Forschungsarbeiten von Irmgard Stamm, von welcher Bedeutung das Bauwerk am Rand des Baugebiets „Ehemalige Leopoldsfeste“ ist. Hier warteten 1849 Verurteilte auf die Vollstreckung des Standrechturteils durch Erschießen. In drei Fackelführungen des Historischen Vereins bei großer Publikumsresonanz wurde das an die Opfer ins Gedächtnis gerufen.

Im Zusammenhang mit dem inzwischen teilsanierten Festungswerk Cavalier I übernahm der Historische Verein in den letzten Jahren die Patenschaft für die Flankenbatterie. Diese wurde von störendem Bewuchs befreit und durch einen Sperrzaun abgesichert. Was fehlte war die Postierung des ursprünglichen eisernen Tors, das sich glücklicherweise erhalten hatte und nicht auf dem Schrottplatz gelandet war. In dem Rastatter Handwerksbetrieb Gwinner, der schon das historische Ausfalltor und den Zugang zum Cavalier I restauriert hatte, ging man das Projekt an.

Die schwere, verbogene Gitterkonstruktion des Zugangstors zur Flankenbatterie wurde in sechs Teile zerlegt und mit viel Krafteinsatz gerichtet. Da bei der Abriss-Aktion 1992 der Bagger den gemauerten Torbogen zerstörte, musste jetzt eine Lösung zur Aufnahme des Eisentors gefunden werden. Ein stabiler, der Öffnung angepasster Metallrahmen fixiert das Tor und macht es abschließbar.

In der neuen Konzeption der Kasemattenführungen des Historischen Vereins kommt neben dem Cavalier I der Flankenbatterie ein besonderer Stellenwert zu. Aktuelle, zur jeweiligen Situation abrufbare Informationen unter www.hist-ver-rastatt.de.

Bild: Die für die Rastatter Stadtgeschichte bedeutsame Flankenbatterie am Ende des Panoramawegs erhielt endlich ein Tor. Auf dem Foto von links Dieter Wolf, Karl Schweizer (Historischer Verein) und Mitarbeiter der Firma Gwinner.

Foto: Wollenschneider


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