Weihnachtsbaum als Hoffnung für Solidarität

Grenzüberschreitende symbolische Aktion

Historischer Verein Rastatt als Teilnehmer

Rastatt/Kehl(wo). An einem grenzübergreifenden, friedlichen Geschehen in Erinnerung an eine Aktion von deutschen und französischen Soldaten am 12. Dezember 1939, die sich damals eigentlich feindlich gegenüberstanden, nahm der Historische Verein Rastatt am Samstag teil.

Erinnert wurde an die „Kehler Weihnachtsgeschichte“, als im Zweiten Weltkrieg auf der gesprengten Rheinbrücke zwischen Kehl und Straßburg trotz ständiger Alarmbereitschaft, ein geschmückter Weihnachtsbaum gesetzt wurde. Kein Schuss, trotz der ständigen Gefahr, fiel. Dazu der Organisator der Erinnerungs-Aktionaktuell, Friedrich Wein aus Kehl: „Der dortige Weihnachtsbaum wurde zu einem Symbol der Hoffnung in kriegerischer Zeit.“

An der Aktion 2020, die auch daran erinnern sollte, wie aus der deutsch-französischen Feindschaft eine Freundschaft geworden ist, nahm auch gerne der Historische Verein Rastattunter der Federführung von Dieter Wolf und Karl Schweizer teil. Groß wäre das Interesse gewesen an Mitgliedern gewesen, aber durch die Corona-Auflagen durften in Rastatt nur zwei Personen den symbolischen Weihnachtbaum auf dem Westwallbunker, dem Regelbau 10 an der Kehler Straße, setzen und schmücken. Dieses waren Christin Umhey und Karl Schnurr bzw. Dominik Schnurr. Deutlich war an der Bunkerwand an der Kehler Straße, „Joyeux Noel“, „Fröhliche Weihnachten“, als Botschaft über den Rhein zu lesen.

Im Pressegespräch nannte Initiator Friedrich Wein neben dem Rastatter Verein auf badischer Seite den „Museumsbunker Emilie“, den Tarnbunker Neumühl“ und den „Hornisgrinde-Bunker“, die an der Weihnachtsbaumaktion für den Frieden teilnahmen. Dazu kamen in der Pfalz das „Westwallmuseum Bergzabern“ sowie das „Westwall-Museum Festungswerk Gerstfeldhöhe“ und im Elsass die „Casemate Rieffel in Oberrödern“ und das „Museum 2MCCLADN“ in Walbourg dazu. Das Platzieren des Weihnachtsbaums wurde auch vom Arbeitskreis „Historische Linien und Festungen am Oberrhein“ unterstützt.

Die Aktion in Rastatt und den anderen Plätzen soll nach Dieter Wolf und Friedrich Wein an die Solidarität in diesen Tagen, die Hoffnung auf Frieden in einer unruhigen Zeit mit einem Blick zurück und einem nach vorne in ein gesundes 2021 ebnen.

Nach dem Wochenende als hoffnungsvolles Symbol auf dem Bunker an der Kehler Straße, Landstraße 75, wird der geschmückte Weihnachtsbaum ins Festungswerk Cavalier I an der Rastatter Militärstraße versetzt, wo er die Weihnachtszeit überdauern wird.

Bild: In Erinnerung an die „Kehler Weihnachtsgeschichte“ wurde vom Historischen Verein Rastatt als Symbol der Hoffnung auf friedliche Zeiten ein Weihnachtsbaum von Karl Schnurr und Christine Umhey auf dem „Regelbau 10“ an der Kehler Straße gesetzt.

Foto: Wollenschneider

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